Bahnhof Gevelsberg zur Jahrhundertwende

Handelt es sich um den durchgehenden Personenzug von Soest über Hagen, Elberfeld, Düsseldorf und weiter nach Neuss? Man weiß es nicht, aber vieles spricht dafür… Sicher ist jedenfalls, dass hier eine damals neue P 4.1 mit einer vorgespannten Tenderlok im Bahnhof Gevelsberg zur Weiterfahrt nach Elberfeld bereit steht. Der Personenzug führt zwei Güterwagen wahrscheinlich als Gepäckwagen mit. [Ansichtskarte 1900]
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Aus dem Feldbahnangebot des BV: Fuhrwerksbahnen

„Befindet sich zwischen einem Gute und der Chaussée, dem Walde und einem Kommunikations-Wege etc. eine Wegstrecke, die für gewöhnliche Fuhrwerke des schlechten Bodens halber nur sehr schwer passierbar ist, so wendet man neuerdings sehr häufig die sogenannte Fuhrwerksbahn an, welche eine Umladung der Fuhrwerke weder am Anfangs- noch am Endpunkte notwendig macht.“ Der Bildbeschreibung zufolge konnten 2 Pferde bei mässiger Steigerung 4 mit jeweils 75 Ctr. beladene Wagen ziehen.

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Steele ca. 1875: das Werk Horst der Dortmunder Union und eine frühe Schlepptenderlok

Im 1900 gedruckten Buch „Im Reiche der Cyklopen“ ist diese Aufnahme abgedruckt. Wahrscheinlich ist dieses Bild aber erheblich früher, nämlich bereits in den 1870er Jahren entstanden. Im Bildvordergrund steht eine Schlepptenderlok unbekannter Bauart mit Vierseitkuppel und noch ohne Führerhaus. Im Hintergrund zeigt sich das „Werk Horst“ der Dortmunder Union. [Bildquelle: Schweiger-Lerchenfeld 1900]
Diese Ansicht über den östlichen Einfahrtbereich des Bahnhofes Steele in Richtung des „Werkes Horst“ der Dortmunder Union findet sich im 1900 veröffentlichten Buch „Im Reiche der Cyklopen“ von Amand von Schweiger-Lerchenfeld. Das Bild wird vom Kanarienberg aus aufgenommen worden sein. Im Vordergrund verlaufen die Gleise der Bergisch-Märkischen Hauptlinie Essen – Bochum. Während die Linie am linken Bildrand über Horst nach Dahlhausen führt. Dazwischen ist mit dem Wasserkran und der abgestellten Schlepptenderlok der Einfahrtbereich des Bahnbetriebswerks Steele erkennbar. Rechter Hand schließt sich wiederum der Bahnhof Steele an.

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Die Loks „39“ und „40“ – zwei Frankfurter beim Bochumer Verein (1921/22)

Ein schönes Bild der Lok Nr. 39, einer Henschel-Lok des Typs „Frankfurt“. Die Fabriknummer ist leider nicht lesbar, es dürfte sich aber um die 1916 gebaute Fabriknummer 14533 handeln. [Bild: Slg. Chr. Dahm]

Der Bochumer Verein besaß wenigsten zwei Loks des Henschel-Typs „Frankfurt“, einer vierfach gekuppelten Tenderlokomotive, von der laut dampflokomotivarchiv.de zwischen 1912 (Nr. 11397) und 1923 (Nr. 19622) 31 Lokomotiven gebaut worden sind. 22 weitere wurden 1916 an die K.u.k. Heeresbahn geliefert. Ob die zwischen 1939 und 1952 im Lieferverzeichnis ebenfalls als „Frankfurt“ bezeichneten fünf Maschinen der gleichen Bauart entsprachen, ist derzeit nicht bekannt.

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Verzeichnisse der Betriebsmittel

Über viele Jahre war es bei den Bahnen üblich den vorhandenen Fahrzeugbestand in Verzeichnissen zu dokumentieren. Mal sind es nur Listen, mal sind es aber auch „bildliche Verzeichnisse“. In beiden Fällen geben sie uns heute noch einen wertvollen Einblick in das damalige Betriebsgeschehen, denn auf diese Weise kann man sich heute – im wahrsten Sinne des Wortes – ein Bild davon machen, mit welchen Fahrzeugen „damals“ der Betrieb abgewickelt wurde. In manchen Fällen sind sie sogar das einzige bildliche Zeugnis der ein oder anderen Fahrzeug-Bauart.

Diese Verzeichnisse sind heute höchst selten. Falls mal eines im Handel auftaucht, wird es für horrende Preise angeboten. Die meisten Verzeichnisse dürften jedoch in Archiven und Bibliotheken aufbewahrt werden. Die nachfolgende Aufstellung listet die mir bekannten noch vorhandenen Verzeichnisse mit ihren Standorten auf:

 

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Selbstfahrender Roheisentransportwagen der Benrather Maschinenfabrik (1908)

Quelle: Stahl und Eisen

Die Benrather Maschinenfabrik ist eine der vielen kleinen Lokomotivfabriken, über die nur sehr wenig bekannt ist. Sie ging 1898 aus der in Düsseldorf ansässigen Firma „de Fries & Co.“ hervor. Gebaut wurden Hebezeuge, Krane, Ladeeinrichtungen, Waggons und elektrisch getriebene Fahrzeuge, wie zum Beispiel fahrbare Kräne oder selbstfahrende Transportwagen. Die Fabrik gehörte ab 1910 als „Werk Benrath“ zur Deutsche Maschinenfabrik AG (DEMAG). [Wikipedia]

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Die ¾-gekuppelte Güterzug-Tender-Lok, Bauart Krauss der KED Elberfeld (1891-1900)

 

Vorab: „Bauart Elberfeld“ oder „Bauart Krauss“ – was ist richtig?

Nun ja, ich weiß es natürlich auch nicht. Doch liegt mir das Lokverzeichnis der KED Elberfeld von 1907 vor und hier wird die Bauart als „3/4 gek. Güterzug=Tender-Lok, Bauart Krauss, hinteres Krauss’sches Drehgestell“ bezeichnet. Für die Bezeichnung „Bauart Elberfeld“ liegt mir hingegen kein zeitgenössischer Beleg vor, daher gehe ich mal erstmal davon aus, dass der Name vielleicht doch nur irgendwann von Eisenbahn-Historikern eingeführt worden ist.

Ich habe daher für mich entschieden, in meinen Texten den durch das Lokverzeichnis belegten zeitgenössischen Namen zu verwenden.

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Das Werkstättenwesen der neu gegründeten KED Elberfeld (1882)

Die Werkstätten einer Bahngesellschaft sind üblicherweise historisch gewachsen. Sind sie erstmal gebaut, werden sie auch genutzt. Über ihre Bedeutung entscheidet, ob sie mit den wachsenden Anforderungen ausgebaut werden können oder ob sie – im wahrsten Sinne des Wortes – auf der Strecke bleiben.

Auch im Bereich der BME gab es zahlreiche Werkstätten, die mit dem Übergang zur KED Elberfeld in deren Besitz übergingen[1]. Unterscheiden muss man dabei zwischen den Betriebswerkstätten, die dazu dienten den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten und daher mit wenigen Reparaturständen und wenigen Beschäftigten auskamen, und den Hauptwerkstätten, in denen größere Reparaturen und Hauptreparaturen durchgeführt wurden.[2]

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